Wer einen Friseur, eine Steuerberaterin oder einen Elektriker in der Nähe sucht, fragt meist Google. Bei solchen Suchen zeigt Google oft eine Karte mit einigen Betrieben, und dort erscheint nicht Ihre Webseite, sondern Ihr Google Unternehmensprofil. Auf Englisch heißt es Google Business Profile, früher Google My Business. Das Profil ist kostenlos.
Wie weit oben Sie dort stehen, hängt laut Googles eigener Hilfe vor allem von drei Faktoren ab: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Auf zwei davon haben Sie über das Profil direkten Einfluss. Die Reihenfolge der unbezahlten Treffer lässt sich nicht kaufen, das schreibt Google ausdrücklich.
Was ist Local SEO?
Local SEO, auf Deutsch lokale Suchmaschinenoptimierung, ist alles, was Ihnen bei Suchen mit Ortsbezug einen besseren Platz bringt, etwa bei „Elektriker in der Nähe“ oder „Steuerberater Ludwigsburg“.
Bei solchen Suchen zeigt Google häufig einen Kartenblock mit meist drei Unternehmen, das sogenannte Local Pack, oft noch vor den übrigen Treffern. Aus dem Kartenblock heraus lassen sich Anruf und Route mit einem Tipp starten, ohne dass jemand eine Webseite öffnet. Wer dort fehlt, wird bei solchen Suchen leicht übersehen. Im Kartenblock stehen Unternehmensprofile, keine Webseiten. Die Webseite gehört trotzdem dazu. Auf sie führt der Website-Link im Profil, und dort entscheidet sich, ob aus dem Klick eine Anfrage wird.
Lohnend ist Local SEO für alle, deren Kundschaft aus der Umgebung kommt. Das sind Handwerk, Praxen, Kanzleien, Gastronomie und Einzelhandel, aber auch IT-Dienstleister, sobald ihre Kunden im Umkreis sitzen.
Oft zitierte Zahlen und was sie belegen
- „46 % aller Google-Suchen haben einen lokalen Bezug“. Die Zahl soll im Oktober 2018 in einem Vortrag bei Google gefallen sein. Überliefert ist sie nur durch den Tweet eines Teilnehmers, über den der Branchenblog Search Engine Roundtable am 17. Oktober 2018 berichtete. Der Autor schrieb dazu selbst, er habe als Quelle nur diesen Tweet. In einer Veröffentlichung von Google haben wir die Zahl nicht gefunden.
- 76 % und 28 %. 76 % der Menschen, die auf dem Smartphone nach etwas in der Nähe suchen, sollen innerhalb eines Tages ein Geschäft besuchen, 28 % dieser Suchen sollen mit einem Kauf enden. Beide Werte stammen aus einem Datenblatt, das Google 2016 bei Think with Google veröffentlicht hat. Grundlage war eine von Google eingekaufte Tagebuchstudie vom Mai 2016 mit 1.000 Smartphone-Nutzern, von denen 634 lokal gesucht hatten. Es sind also historische Umfragewerte, keine Suchdaten. Die Statistikseiten, auf denen Google sie damals zeigte, leiten heute auf eine allgemeine Übersichtsseite um (Stand September 2026).
Die bekannteste Zahl ist also nicht offiziell belegt, die anderen sind zehn Jahre alt und stammen aus einer Umfrage. Eine aktuelle Zahl zum Anteil lokaler Suchen hat Google nach unserer Recherche nicht veröffentlicht. Belastbar ist, was Google selbst dokumentiert, nämlich die drei Faktoren Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Wie stark die einzelnen Signale zählen, verrät Google nicht.
Welche Maßnahme wirkt auf welchen Ranking-Faktor?
Bewertungen und Verweise von anderen Websites zählen laut Google zur Bekanntheit, vollständige Angaben und die Kategorie zur Relevanz. Auf die Entfernung haben Sie nur über eine korrekte Adresse oder ein korrektes Einzugsgebiet Einfluss. Für andere Maßnahmen nennt Google keinen Faktor. Wo die Zuordnung von uns stammt, steht das in der Tabelle.
Wie bestätige ich mein Unternehmensprofil?
Sie bestätigen Ihr Profil über einen der Wege, die Google Ihnen beim Einrichten anbietet, also per Telefon oder SMS, per E-Mail, per Live-Videoanruf oder per Post. Welche davon Sie sehen, hängt laut Google von Unternehmenstyp, öffentlich verfügbaren Informationen, Region und Öffnungszeiten ab (Stand September 2026).
Nach den Bestätigungsschritten kann die Prüfung laut Google bis zu fünf Arbeitstage dauern, in seltenen Fällen länger. Erst ein bestätigtes Profil kann auf Rezensionen antworten und sieht die Zahlen im Bereich „Leistung“. Auch für die Anzeige zählt es. Bestätigte Unternehmen erscheinen laut Google „mit größerer Wahrscheinlichkeit in den Suchergebnissen“.
Wie halte ich Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich?
Legen Sie eine Schreibweise für Name, Adresse und Telefonnummer fest und verwenden Sie genau diese im Profil, auf Ihrer Webseite und in jedem Verzeichnis. Fachleute nennen das NAP, für Name, Address, Phone. Ob Google Verzeichniseinträge mit dem Profil abgleicht, schreibt Google nicht. Einheitliche Angaben lohnen sich trotzdem, denn wer Ihre Nummer aus Das Örtliche wählt, soll bei Ihnen landen und nicht bei einer alten Festnetznummer.
- Der Firmenname steht exakt so da wie auf Ihrer Webseite, in Branchenverzeichnissen und auf Social Media.
- Achten Sie auch auf Kleinigkeiten in der Adresse. „Musterstraße 12“, „Musterstr. 12“ und „Musterstraße 12a“ sehen fast gleich aus, sind aber drei verschiedene Angaben.
- Die Telefonnummer erscheint immer im selben Format, mit oder ohne Ländervorwahl.
Am einfachsten ist eine kleine Tabelle mit Ihrer festgelegten Schreibweise, gegen die Sie jeden Eintrag prüfen. Eine falsche Nummer in einem alten Verzeichnis kostet Sie im Zweifel den Anruf.
In welchen Verzeichnissen sollte ich eingetragen sein?
Prüfen Sie Ihre Einträge vor allem hier, jeden mit derselben Schreibweise wie im Profil:
- Google Unternehmensprofil
- Apple Maps über Apple Business Connect
- Bing Places
- Gelbe Seiten (gelbeseiten.de)
- Das Örtliche (dasoertliche.de)
- 11880.com
- Yelp
- Branchenverzeichnisse Ihres Gewerbes und, sofern vorhanden, die Verzeichnisse Ihrer Kammer oder Ihres Verbands
Welche Kategorie sollte ich wählen?
Wählen Sie als Hauptkategorie die genaueste, die Ihr Kerngeschäft beschreibt. Google nennt als Beispiel „Nagelstudio“ statt „Studio“. Zusätzlich erlaubt Google bis zu neun weitere Kategorien, rät aber, so wenige wie möglich zu nehmen. Nebensache ist die Wahl nicht, denn Google schreibt selbst: „Die von Ihnen ausgewählten Kategorien wirken sich auf Ihr Ranking in lokalen Suchergebnissen bei Google aus.“
Wer zum Beispiel eine Pizzeria betreibt, wählt „Pizzeria“ und nicht „Restaurant“. Google empfiehlt dafür einen einfachen Test. Passt der Satz „Dieses Unternehmen ist eine Pizzeria“, ist es eine Kategorie. Passt nur „Dieses Unternehmen hat eine Lieferung“, ist es keine. Lieferung und Abholung tragen Sie deshalb als Attribut oder Dienstleistung ein. Eine Zusatzkategorie wie „Cateringservice“ passt nur, wenn der Betrieb tatsächlich Catering anbietet.
So finden Sie die passende Kategorie:
- Suchen Sie bei Google nach Ihrer Leistung und Ihrem Ort und sehen Sie nach, welche Kategorie die Betriebe im Kartenblock nennen.
- Suchen Sie in Googles Kategorieliste nach einem genaueren Begriff. Eigene Kategorien lassen sich nicht anlegen. Fehlt die passende, nehmen Sie eine allgemeinere.
Was gehört in die Unternehmensbeschreibung?
In die Beschreibung gehört, was Sie tun, für wen und in welchem Gebiet, in höchstens 750 Zeichen und ohne Links. Google erlaubt im Beschreibungsfeld keine URLs und keinen HTML-Code und rät, sich auf Informationen zum Unternehmen zu konzentrieren statt auf Werbeaktionen, Preise und Angebote.
Ein Elektrobetrieb schreibt dort zum Beispiel, dass er Altbauten neu verkabelt, Wallboxen installiert und Photovoltaikanlagen anschließt, für Privatkunden und Hausverwaltungen im Umkreis von 30 Kilometern. Das beantwortet die Fragen, die ein Interessent vor dem Anruf hat. Preise gehören in die Dienstleistungen, eine befristete Aktion in einen Beitrag.
Welche Fotos und Videos gehören ins Profil?
Ins Profil gehören echte Bilder von Ihrem Betrieb, Ihrem Team und Ihrer Arbeit, scharf und gut ausgeleuchtet. Google nennt Fotos und Videos in seiner Hilfe zum lokalen Ranking ausdrücklich als Maßnahme. Sinnvoll sind:
- Außenansicht. Mehrere Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln, damit man den Eingang wiedererkennt.
- Innenansicht. Laden, Büro, Praxis oder Werkstatt von innen.
- Team. Die Menschen, mit denen Kunden später sprechen.
- Arbeit. Ein fertiges Bad, eine neue Fassade, ein Teller aus der Küche.
Technische Vorgaben laut Google. Fotos als JPG oder PNG, 10 KB bis 5 MB, empfohlen 720 × 720 Pixel, mindestens 250 × 250 Pixel. Videos dürfen höchstens 30 Sekunden lang und bis zu 75 MB groß sein, mit einer Auflösung von 720p oder mehr.
Wie bekomme ich mehr Google-Bewertungen?
Mehr Bewertungen bekommen Sie, wenn Sie jeden Kunden nach dem Auftrag darum bitten und ihm einen Link oder QR-Code schicken, den er öffnet, wann es ihm passt. Dass sich das lohnt, schreibt Google selbst: „Je mehr Rezensionen und positive Bewertungen Ihr Unternehmen erhält, desto besser kann das Ranking in lokalen Suchergebnissen ausfallen.“
- Alle fragen, nicht nur die Zufriedenen. Googles Richtlinien verbieten es, gezielt um positive Rezensionen zu bitten oder negative zu verhindern.
- Keine Gegenleistung. Rabatte, Gratisleistungen oder Geld für eine Bewertung sind ebenfalls verboten. Google kann solche Inhalte entfernen, Funktionen einschränken und Konten schließen.
- Kein Druck, keine Vorgaben. Drängen Sie niemanden, die Bewertung noch im Laden, in der Praxis oder während Ihres Termins beim Kunden zu schreiben, und geben Sie keinen Inhalt vor. Auch Ihren Mitarbeitern dürfen Sie laut Google keine Zielzahl an Rezensionen vorgeben.
- Auf alle Bewertungen antworten. Auf positive mit einem kurzen Dank, auf kritische sachlich und mit einem Angebot zur Klärung. Wer später liest, sieht Ihre Antwort direkt unter der Kritik.
So erstellen Sie den Bewertungslink. Rufen Sie Ihr Unternehmensprofil auf, über business.google.com oder direkt über die Google Suche, und wählen Sie „Rezensionen lesen“ und dann „Mehr Rezensionen erhalten“. Dort kopieren Sie den Rezensionslink oder laden den QR-Code herunter. Den QR-Code erzeugt Google nur im Computerbrowser, nicht auf dem Handy (Stand September 2026). Link und Code können Sie per E-Mail oder Messenger verschicken, auf Rechnung und Visitenkarte drucken oder auf Ihre Webseite stellen.
Wie finde und beantworte ich meine Bewertungen bei Google?
Melden Sie sich mit dem Google-Konto an, das Ihr Unternehmensprofil verwaltet, suchen Sie bei Google nach Ihrem Firmennamen und wählen Sie „Rezensionen lesen“. Alternativ öffnen Sie das Profil über business.google.com. Unter jeder Bewertung steht dann „Antworten“. Antworten können Sie erst, wenn Ihr Unternehmen bei Google bestätigt ist.
Vier Dinge sollten Sie beim Antworten beachten.
- Sie schreiben öffentlich. Die Antwort steht sichtbar unter der Bewertung. Sie richtet sich an alle, die das Profil später lesen, nicht nur an den Verfasser.
- Keine Auftragsdetails. Nennen Sie weder Namen noch Einzelheiten aus dem Auftrag. Bei Berufen mit Schweigepflicht, etwa in Arztpraxen oder Steuerkanzleien, kann schon die Bestätigung zu viel sein, dass jemand Kunde war.
- Sachlich bei Kritik. Bedanken, den Punkt aufgreifen, eine Klärung am Telefon oder per E-Mail anbieten. Kein Schlagabtausch unter der Bewertung.
- Melden statt löschen. Eine Bewertung selbst löschen können Sie nicht, nur Ihre eigene Antwort. Verstößt eine Bewertung gegen Googles Richtlinien, etwa weil sie gefälscht ist oder nichts mit Ihrem Unternehmen zu tun hat, melden Sie sie bei Google.
Lohnen sich Beiträge im Unternehmensprofil?
Beiträge lohnen sich, wenn Sie etwas Konkretes mitzuteilen haben, etwa ein Angebot, einen Termin oder eine Neuigkeit. Einen Einfluss auf das Ranking nennt Google in seiner Hilfe zu Beiträgen nicht. Google kennt drei Beitragsarten:
- Aktuelles für Neuigkeiten aus dem Betrieb, auf Wunsch mit Button und Link
- Angebote für zeitlich begrenzte Aktionen
- Veranstaltungen mit Start- und Enddatum
Auf dem Handy erscheinen Beiträge in den Tabs „Aktuelle Informationen“ oder „Übersicht“, am Computer im Bereich „Vom Inhaber“. Beiträge ohne angegebenen Zeitraum archiviert Google nach sechs Monaten. Eine Vorgabe, wie oft Sie posten sollen, macht Google nicht. Ein Beitrag im Monat, den Sie durchhalten, ist mehr wert als ein Wochenplan, der nach drei Wochen einschläft. Das ist eine Einschätzung, keine Regel von Google.
Wie beantworte ich Kundenfragen schon im Profil?
Schreiben Sie Einzugsgebiet, Leistungen und die Frage, wie schnell Sie einen Termin haben, in die Beschreibung, Preise in die Dienstleistungen und Merkmale wie einen rollstuhlgerechten Eingang in die Attribute. Diese Felder pflegen Sie selbst.
- Beantworten Sie die häufigsten Fragen direkt im Profil, über Beschreibung, Dienstleistungen und Attribute.
- Klären Sie wiederkehrende Fragen in Ihren Antworten auf Rezensionen, dort lesen sie auch spätere Interessenten.
- Legen Sie eine FAQ-Seite auf Ihrer Webseite an und verlinken Sie sie im Profil.
Wie trage ich Dienstleistungen ein?
Legen Sie für jede Leistung einen eigenen Eintrag mit Beschreibung und, wenn möglich, Preis an. Google schaltet die Funktion nur für bestimmte Kategorien frei, etwa für Dienstleister. Produkte, die im Geschäft erhältlich sind, kann laut Google nur der Einzelhandel in unterstützten Ländern zeigen.
- Nennen Sie jede Leistung so, wie Kunden danach suchen, also „Badsanierung“ statt „Komplettlösungen Sanitär“.
- Preise gehören in das Preisfeld, nicht in den Namen der Leistung. Eigene Leistungen mit Preis oder Telefonnummer im Namen lehnt Google laut seiner Hilfe automatisch ab.
- Ein Preis filtert Anfragen, die ohnehin nicht passen würden.
- Verlinken Sie jede Leistung mit der passenden Unterseite Ihrer Webseite.
Welche Attribute sollte ich pflegen?
Pflegen Sie alle Attribute, die auf Ihren Betrieb zutreffen. Sie erscheinen laut Google im Profil in der Google Suche und auf Google Maps. Welche es gibt, hängt von Kategorie und Land ab. Google nennt unter anderem:
- rollstuhlgerechter Eingang, rollstuhlgerechtes WC, rollstuhlgerechter Parkplatz
- angebotene Zahlungsarten, etwa „Nur Barzahlung“
- „Von Frauen geführt“
Manche Attribute stammen aus Angaben von Kunden, die bei Ihnen waren. Prüfen Sie deshalb gelegentlich, ob noch alles stimmt.
Was muss die verlinkte Webseite leisten?
Die Webseite, auf die Ihr Profil verlinkt, muss dieselben Daten zeigen wie das Profil und auf dem Smartphone schnell und vollständig funktionieren.
- Die richtige Seite verlinken. Die Startseite oder eine Seite, die sich an Kunden aus Ihrer Region richtet.
- Gleiche Angaben. Öffnungszeiten, Adresse und Telefonnummer stimmen mit dem Profil überein.
- Strukturierte Daten für lokale Unternehmen. Mit dem Markup „LocalBusiness“ beschreiben Sie Name, Adresse und Öffnungszeiten maschinenlesbar. Wie das geht, steht im Ratgeber zu Schema Markup und strukturierten Daten.
- Smartphone zuerst. Google crawlt und indexiert Webseiten seit Abschluss der Umstellung im Oktober 2023 vorrangig mit dem Smartphone-Crawler. Maßgeblich ist damit die Handy-Ansicht Ihrer Seite. Fehlt dort etwas, fehlt es auch für Google.
- Schnelle Ladezeit. Für den Largest Contentful Paint (LCP), also die Zeit, bis das größte sichtbare Element angezeigt wird, empfiehlt Google 2,5 Sekunden oder weniger. Was dabei am meisten bringt, steht im Ratgeber zur PageSpeed-Optimierung.
- HTTPS. Eine verschlüsselte Verbindung ist Standard, schon weil über Ihre Seite Anfragen und Kontaktdaten laufen. Einen Rankingvorteil bringt sie kaum. Google hat HTTPS 2014 als sehr schwaches Signal eingeführt und schreibt heute, dass Aspekte der Nutzerfreundlichkeit außerhalb der Core Web Vitals das Ranking nicht direkt verbessern.
Wie pflege ich Öffnungszeiten und Sonderzeiten?
Tragen Sie die regulären Zeiten ein und ergänzen Sie für Feiertage, Betriebsurlaub und vorübergehende Schließungen die speziellen Öffnungszeiten, die Google dafür anbietet. Wer an Heiligabend vor verschlossener Tür steht, obwohl Google „geöffnet“ anzeigt, ärgert sich über Ihren Betrieb, nicht über Google.
- Tragen Sie Sonderzeiten für Weihnachten, Ostern und Brückentage ein, bevor der Monat beginnt.
- Saisonbetriebe tragen nur die Zeiten der Saison ein, in der sie geöffnet haben.
Welche Zahlen im Bereich „Leistung“ sollte ich auswerten?
Werten Sie vor allem Suchbegriffe, Aufrufe und die Aktionen danach aus, also Anrufe, Websiteklicks und Routenanfragen. Google zeigt diese Werte im Profilbereich „Leistung“ für einen Zeitraum, den Sie wählen:
- Suchanfragen. Mit welchen Begriffen wurde Ihr Profil gefunden?
- Aufrufe. Wie oft wurde es in der Google Suche und in Google Maps angesehen?
- Anrufe, Websiteklicks, Wegbeschreibungen. Wie viele haben danach etwas getan?
- Nachrichten und Buchungen. Wie viele Anfragen kamen direkt über das Profil?
Die Werte enthalten laut Google auch Aufrufe und Aktionen aus Google Ads. Wer Anzeigen schaltet, sieht dort also nicht allein die Wirkung des Profils. Leistungsdaten gibt es nur für bestätigte Profile.
Wird Ihr Profil fast nur über den Firmennamen gefunden, fehlen Ihnen Platzierungen für Leistung und Ort. Dann überarbeiten Sie Kategorien, Dienstleistungen und Beschreibung. Führen viele Aufrufe kaum zu Anrufen oder Websiteklicks, überzeugt das Profil noch nicht. Dann arbeiten Sie an Fotos, Beschreibung und Bewertungen.
Außerhalb des Berichts lohnen drei Werte, nämlich die Positionen für Ihre wichtigsten lokalen Suchbegriffe, die Zugriffe aus Ihrer Region in der Webanalyse und die Zahl neuer Bewertungen pro Monat samt Durchschnitt. Bei den Positionen täuscht der eigene Schreibtisch. Weil Google die Entfernung zum Suchenden berücksichtigt, kann die Reihenfolge ein paar Kilometer weiter anders aussehen.
Was gehört zu Local SEO außer dem Profil?
Außer dem Profil nennt Google vor allem Verweise von anderen Websites, weil sie in die Bekanntheit einfließen. Einheitliche Verzeichniseinträge und Inhalte mit Ortsbezug auf Ihrer Webseite empfehlen wir als Ergänzung. Als Rankingsignal nennt Google sie nicht.
- Verweise aus der Region. In die Bekanntheit fließt laut Google ein, wie viele Websites auf Ihr Unternehmen verweisen. Solche Verweise entstehen aus Kooperationen mit Betrieben aus der Region, aus Fachbeiträgen für Lokalzeitung oder Branchenmagazin und von Vereinen, die Sie als Sponsor oder Mitglied auf ihrer Webseite nennen.
- Verzeichnisse. Die Einträge aus der Liste oben, alle mit denselben Angaben, damit Kunden überall dieselbe Nummer finden.
- Inhalte mit Ortsbezug. Beiträge auf Ihrer Webseite über Projekte aus der Region, Veranstaltungen, an denen Sie teilnehmen, oder Kooperationen mit anderen Betrieben. Sie zeigen Interessenten aus der Umgebung, dass Sie dort arbeiten.
Die eigene Webseite bleibt dabei die Stelle, auf die Profil und Social-Media-Kanäle hinführen. Warum Social Media die eigene Webseite nicht ersetzt, steht in einem eigenen Ratgeber. Was eine laufende Betreuung von Profil und Webseite umfasst, beschreibt die Seite SEO-Betreuung.
Welche Fehler schaden dem Unternehmensprofil?
Schaden können vor allem Suchbegriffe im Firmennamen, eine sichtbare Adresse ohne Kundenverkehr, doppelte Profile und veraltete Angaben. Der erste Fehler kann das Profil sogar die Sperre kosten.
- Suchbegriffe im Firmennamen. „Maier Steuerberatung Steuerberater München, Steuerkanzlei München“ verstößt gegen Googles Richtlinien. Leistungen und Ortsangaben, die nicht zum tatsächlichen Namen gehören, dürfen dort nicht stehen, sonst kann das Profil gesperrt werden. Verwenden Sie den Namen, den Sie auch auf Schild, Webseite und Briefpapier führen.
- Sichtbare Adresse ohne Kundenverkehr. Wer beim Kunden arbeitet, legt laut Google ein Einzugsgebiet fest und blendet die Adresse aus, wenn dort kein Kundenverkehr stattfindet. Das betrifft etwa Handwerksbetriebe. Wie Profil und Webseite bei ihnen zusammenspielen, zeigt die Seite Webdesign für Handwerksbetriebe.
- Veraltete Angaben. Eine alte Telefonnummer oder falsche Öffnungszeiten schicken Kunden ins Leere.
- Unbeantwortete Kritik. Ohne Antwort bleibt die Kritik das Letzte, was ein Interessent liest.
- Doppelte Profile. Google sieht ein Profil pro Unternehmen vor, bei mehreren Standorten eines je Standort. Prüfen Sie, ob versehentlich ein zweites existiert, und lassen Sie es entfernen.
Womit fange ich an?
Fangen Sie mit dem an, was Google selbst nennt. Bestätigen Sie das Profil, tragen Sie alle Angaben vollständig und einheitlich ein, wählen Sie die genaueste Kategorie und bitten Sie jeden Kunden um eine Bewertung. Anschließend kommen Fotos, Beschreibung, Dienstleistungen und Verweise aus der Region.
Danach reicht ein fester Termin im Monat. Neue Bewertungen beantworten, Sonderzeiten vor Feiertagen eintragen, prüfen, ob Nummer und Zeiten noch stimmen. Ob sich die Arbeit auszahlt, sehen Sie im Bereich „Leistung“ an Anrufen, Websiteklicks und Routenanfragen. Schalten Sie parallel Anzeigen, stecken deren Aufrufe und Aktionen mit in diesen Zahlen.