Die Frage erreicht uns in fast jedem Erstgespräch: Wix oder WordPress? Die ehrliche Antwort ist unbequemer als jedes Verkaufsargument — denn sie lautet: Es kommt darauf an, was Ihre Webseite leisten soll. In diesem Vergleich bekommen Sie die Entscheidungsgrundlage, die Anbieter-Webseiten Ihnen nicht geben: inklusive der Gesamtkosten über drei Jahre, der Eigentumsfrage und der Fälle, in denen beide Systeme die falsche Wahl sind.
Die Systeme in einem Satz
Wix ist ein Homepage-Baukasten: Sie mieten eine All-in-one-Plattform mit Drag-and-drop-Editor, Hosting inklusive — einfach zu bedienen, aber Sie bleiben dauerhaft Mieter. WordPress ist ein freies Content-Management-System: Sie installieren es auf eigenem Hosting, besitzen alles selbst und können beliebig erweitern — tragen dafür aber die Verantwortung für Technik und Pflege.
Kosten: Der Dreijahres-Vergleich, den niemand rechnet
| Kostenposten | Bei Wix (Stand: 08/2026) | Bei WordPress mit eigenem Hosting (Stand: 08/2026) |
|---|---|---|
| Software | Laufende Miete. Wix nennt im Hilfe-Center keine feste Preisliste und weist darauf hin, dass sich die Preise der Premiumpakete je nach Region unterscheiden können. | Keine Lizenzgebühr. Die Software steht unter der GPLv2 oder später. |
| Hosting | Nicht vom Paket trennbar. Die Website muss auf Wix-Servern laufen, ein anderer Hoster ist nicht vorgesehen. | Eigener Vertrag. Anbieter und Tarif können Sie wechseln, ohne die Website neu zu bauen. |
| Domain | Ausgewählte Jahres- und Mehrjahrespakete enthalten einen Gutschein für ein Jahr Gratis-Domain. Er gilt nur beim Erstkauf, nicht für Verlängerungen und Upgrades. | Eigener Vertrag beim Registrar, ab dem ersten Jahr kostenpflichtig. |
| Zusatzfunktionen | Kostenpflichtige Apps werden wiederkehrend abgerechnet, zusammengefasst mit Website-Paket, Domain und geschäftlicher E-Mail-Adresse zu einer Zahlung. | Das Plugin-Verzeichnis auf WordPress.org ist ohne Lizenzkosten nutzbar; kommerzielle Erweiterungen kosten zusätzlich. |
| Updates und Sicherheit | Wix betreibt die Plattform selbst. Software-Updates liegen nicht in Ihrer Hand — Sie müssen sich darum nicht kümmern und können es auch nicht. | Kleinere Kern-Updates laufen standardmäßig automatisch. Plugins und Themes standardmäßig nur in Sonderfällen, gesteuert vom WordPress-Sicherheitsteam zum Schließen kritischer Lücken. Die laufende Pflege bleibt bei Ihnen oder Ihrem Dienstleister. |
Wix wirkt günstig: Die mittleren Pakete Core und Business kosten je nach Laufzeit etwa 25 bis 42 Euro im Monat (Stand: 08/2026). Über drei Jahre summiert sich das auf rund 900 bis 1.500 Euro — für eine Seite, die Ihnen am Ende nicht gehört und die Sie beim Anbieterwechsel komplett verlieren. Dazu kommt der unbezahlte Posten: Ihre Arbeitszeit. Wer 40, 60, 80 Stunden in den Baukasten steckt, hat zum internen Stundensatz gerechnet längst den Preis einer professionellen Webseite bezahlt — mit meist deutlich schwächerem Ergebnis.
Eine professionell erstellte WordPress-Webseite kostet einmalig ab 1.990 € plus Hosting (etwa 10–30 €/Monat). Nach drei Jahren liegen beide Wege finanziell näher beieinander, als die Monatsgebühr suggeriert — nur dass Ihnen bei WordPress die Seite gehört, sie beliebig wachsen kann und sie von Anfang an auf Kundengewinnung gebaut wurde. Die vollständige Kostenrechnung finden Sie in unserem großen Preisguide.
