Die Frage erreicht uns in fast jedem Erstgespräch: Wix oder WordPress? Die ehrliche Antwort ist unbequemer als jedes Verkaufsargument — denn sie lautet: Es kommt darauf an, was Ihre Webseite leisten soll. In diesem Vergleich bekommen Sie die Entscheidungsgrundlage, die Anbieter-Webseiten Ihnen nicht geben: inklusive der Gesamtkosten über drei Jahre, der Eigentumsfrage und der Fälle, in denen beide Systeme die falsche Wahl sind.
Die Systeme in einem Satz
Wix ist ein Homepage-Baukasten: Sie mieten eine All-in-one-Plattform mit Drag-and-drop-Editor, Hosting inklusive — einfach zu bedienen, aber Sie bleiben dauerhaft Mieter. WordPress ist ein freies Content-Management-System: Sie installieren es auf eigenem Hosting, besitzen alles selbst und können beliebig erweitern — tragen dafür aber die Verantwortung für Technik und Pflege.
Kosten: Der Dreijahres-Vergleich, den niemand rechnet
Wix wirkt günstig: Business-Tarife liegen je nach Umfang bei etwa 20 bis 40 Euro monatlich. Über drei Jahre summiert sich das auf 720 bis 1.440 Euro — für eine Seite, die Ihnen am Ende nicht gehört und die Sie beim Anbieterwechsel komplett verlieren. Dazu kommt der unbezahlte Posten: Ihre Arbeitszeit. Wer 40, 60, 80 Stunden in den Baukasten steckt, hat zum internen Stundensatz gerechnet längst den Preis einer professionellen Webseite bezahlt — mit meist deutlich schwächerem Ergebnis.
Eine professionell erstellte WordPress-Webseite kostet einmalig ab 1.990 € plus Hosting (etwa 10–30 €/Monat). Nach drei Jahren liegen beide Wege finanziell näher beieinander, als die Monatsgebühr suggeriert — nur dass Ihnen bei WordPress die Seite gehört, sie beliebig wachsen kann und sie von Anfang an auf Kundengewinnung gebaut wurde. Die vollständige Kostenrechnung finden Sie in unserem großen Preisguide.
SEO: Hier trennen sich die Wege deutlich
Wix hat bei der Suchmaschinenoptimierung aufgeholt — die Grundlagen (Titel, Beschreibungen, saubere URLs) beherrscht der Baukasten inzwischen ordentlich. Die Grenzen zeigen sich darüber hinaus: eingeschränkte Kontrolle über technische Details, begrenzte Möglichkeiten bei strukturierten Daten, Template-Code, den Sie nicht optimieren können, und Ladezeiten, die Sie nicht selbst in der Hand haben. Für eine lokale Visitenkarten-Seite reicht das. Für den Anspruch, gegen Wettbewerber zu ranken, wird es eng.
WordPress kennt diese Deckelung nicht: volle Kontrolle über jedes SEO-Detail, jedes Schema-Markup und — mit sauberem Setup — sehr gute Core Web Vitals. Der ehrliche Zusatz: Diese Freiheit nützt nur, wenn sie fachkundig genutzt wird. Ein schlecht konfiguriertes WordPress mit zwanzig Plugins ist langsamer als jede Wix-Seite.
Die Eigentumsfrage: der unterschätzte Unterschied
Bei Wix mieten Sie. Kündigen Sie, ist die Seite weg — Design, Inhalte, Struktur bleiben im System zurück. Es gibt keinen Export, mit dem Sie woanders weitermachen könnten. Bei WordPress gehört Ihnen alles: Sie können Hoster, Dienstleister und Design wechseln, ohne von vorn zu beginnen. Für ein Unternehmen, das seine digitale Präsenz als Vermögenswert versteht, ist das kein Detail — es ist der Kern der Entscheidung.
Bedienung im Alltag: Vorteil Wix — mit Sternchen
Der Drag-and-drop-Editor von Wix ist für Einsteiger angenehmer als das WordPress-Backend, keine Frage. Aber das Argument relativiert sich: Eine professionell aufgesetzte WordPress-Seite bekommt eine aufgeräumte Redaktionsoberfläche, in der Sie Texte und Bilder genauso einfach pflegen — ohne die Teile des Systems zu sehen, die Sie nicht brauchen. Nach einer einstündigen Einweisung pflegen unsere Kunden ihre Inhalte selbst, ganz ohne Technikkenntnisse.
Wann Wix die richtige Wahl ist
- Hobbyprojekte, Vereine, private Seiten ohne kommerziellen Anspruch
- Ein schneller Markttest, bevor in die richtige Lösung investiert wird
- Wenn das Budget wirklich keinerlei Investition zulässt und Zeit vorhanden ist
Wann WordPress die richtige Wahl ist
- Ihre Webseite soll über Google Kunden gewinnen — der häufigste Fall bei Unternehmen
- Sie wollen Eigentum, Unabhängigkeit und Erweiterbarkeit (Blog, Mehrsprachigkeit, später ein Shop)
- Sie pflegen regelmäßig Inhalte und wollen dabei nicht an Plattform-Grenzen stoßen
Und wann keines von beiden?
Zwei Fälle verdienen Ehrlichkeit: Wenn maximale Geschwindigkeit, Sicherheit und Google-Performance entscheidend sind und sich Ihre Inhalte selten ändern, ist eine individuell entwickelte Webseite (etwa mit Next.js) beiden Systemen überlegen — keine Plugin-Updates, kaum Angriffsfläche, Bestwerte bei der Ladezeit. Und wenn Ihnen schlicht die Zeit fehlt, sich mit alldem zu beschäftigen: Genau dafür gibt es den Weg, die Webseite erstellen zu lassen — Sie liefern Input, ein Profi verantwortet das Ergebnis.
Fazit: Die Frage hinter der Frage
„Wix oder WordPress?" ist meistens die falsche Frage. Die richtige lautet: Soll Ihre Webseite Kosten sparen oder Kunden bringen? Wer sparen will, nimmt den Baukasten und bekommt eine digitale Visitenkarte. Wer Kunden gewinnen will, braucht ein System ohne Deckel — und jemanden, der es richtig aufsetzt. Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir beide Wege ehrlich für Ihren Fall durch: mit Dreijahres-Kosten, ohne Verkäufer-Brille. Auch dann, wenn die Antwort lautet: Bleiben Sie erst mal bei Wix.