Die meisten Unternehmen raten, wonach ihre Kunden suchen — und liegen daneben. Keyword-Recherche ersetzt das Raten durch Daten: Welche Begriffe werden wie oft gesucht, wie hart ist der Wettbewerb, und welche Absicht steckt hinter der Suche? Die Antworten entscheiden, welche Inhalte Ihre Webseite braucht.
Die Suchintention: das wichtigste Kriterium
Hinter jedem Suchbegriff steht eine Absicht: Informieren („was kostet eine webseite“), Vergleichen („wix oder wordpress“), Kaufen („webdesign agentur stuttgart“) oder Navigieren (Markenname). Kauf-Keywords haben kleines Volumen, aber hohen Wert — Info-Keywords bringen Reichweite und Vertrauen. Eine gute Strategie bedient beide, mit unterschiedlichen Seitentypen.
So läuft eine saubere Keyword-Recherche ab
- Sammeln: Kundengespräche, Google-Autovervollständigung, „Ähnliche Fragen“, Wettbewerber-Analyse und Tools liefern die Rohliste.
- Bewerten: Suchvolumen × Wettbewerb × Geschäftsnähe. Ein Begriff mit 100 Suchen und klarer Kaufabsicht schlägt einen mit 10.000 Suchen ohne Bezug zu Ihrem Angebot.
- Clustern: Begriffe mit gleicher Intention gehören auf dieselbe Seite — nicht jede Variante braucht eine eigene URL.
- Zuordnen: Jedes Cluster bekommt eine Ziel-Seite: Leistungsseite, Ratgeber oder Lexikon-Eintrag.
Der Longtail-Vorteil für kleinere Unternehmen
„Webdesign“ ist für regionale Anbieter kaum zu gewinnen — „Webdesign Waiblingen“ oder „was kostet eine webseite für handwerker“ dagegen sehr. Diese Longtail-Keywords haben weniger Volumen, aber klarere Absicht und schwächere Konkurrenz. In Summe bringen viele Longtails oft mehr Kunden als ein einziges umkämpftes Hauptkeyword.