WooCommerce und Shopify sind zwei verschiedene Arten, einen Onlineshop zu betreiben. WooCommerce ist eine kostenlose Erweiterung für WordPress, die Sie auf einem eigenen Server betreiben. Shopify mieten Sie als fertigen Dienst im Monatsabo. Das WordPress-Plugin-Verzeichnis weist für WooCommerce über 7 Millionen aktive Installationen aus.
Die Shopify-Preise stammen von der deutschen Preisseite, abgerufen am 28.09.2026. Wir bieten Onlineshops mit beiden Systemen an und für WooCommerce-Shops auch die laufende Wartung. Das sollten Sie wissen, wenn Sie die Abschnitte zu Wartung und Bindung lesen.
Wie unterscheiden sich WooCommerce und Shopify auf einen Blick?
WooCommerce betreiben Sie selbst und können alles ändern. Shopify mieten Sie, Server und Updates gehören zum Abo.
Was kostet WooCommerce, was kostet Shopify?
WooCommerce kostet keine Lizenz, Sie zahlen aber Hosting und Erweiterungen selbst. Shopify kostet ein festes Monatsabo ab 36 € (27 € bei Jahreszahlung) und je nach Zahlungsanbieter einen Aufschlag auf jeden Verkauf.
WooCommerce
Das Plugin ist Open Source und kostenlos. Laufende Kosten entstehen trotzdem. WooCommerce nennt auf seiner Preisseite zwei Richtwerte.
- Hosting: 25 bis 350 US-Dollar im Monat für die meisten Shops
- Erweiterungen: 29 bis 299 US-Dollar im Jahr je kostenpflichtiger Erweiterung aus dem WooCommerce-Marketplace
Dazu kommen Posten, die WooCommerce nicht beziffert.
- Domain: ein kleiner Jahresbetrag beim Registrar oder Hoster
- SSL-Zertifikat: bei vielen Hostern im Paket enthalten
- Theme: kostenlos oder als Kauf-Theme zum Einmalpreis
- Einrichtung und Anpassung: hängt von Sortiment, Varianten und Anbindungen an Warenwirtschaft oder Versand ab
- Wartung: Updates von WordPress, WooCommerce und Plugins spielen Sie selbst ein oder lassen sie einspielen
Rechnen Sie mit der Untergrenze, kommen Sie bei 25 US-Dollar Hosting und zwei Erweiterungen zu je 29 US-Dollar im Jahr auf knapp 30 US-Dollar im Monat. Wartung ist darin noch nicht enthalten. Jede weitere Erweiterung und stärkeres Hosting schieben den Betrag nach oben.
Shopify
Shopify rechnet im Abo ab. Die Grundpreise laut shopify.com/de/pricing am 28.09.2026 sind diese.
- Basic 36 € im Monat bei monatlicher Zahlweise, 27 € bei Jahreszahlung
- Grow 105 € im Monat, 79 € bei Jahreszahlung
- Advanced 384 € im Monat, 289 € bei Jahreszahlung
- Plus ab 2.100 € im Monat
Webhosting ohne Mengengrenze und das SSL-Zertifikat sind laut Preisseite in jedem Tarif enthalten. Extra zahlen Sie gegebenenfalls für ein Kauf-Theme (einmalig, im Theme Store zwischen 100 und 500 US-Dollar), für Apps im Monatsabo und für den Aufschlag von 0,2 bis 2 % je Verkauf, wenn Sie einen fremden Zahlungsanbieter nutzen.
Im kleinsten Fall liegen beide nah beieinander. Knapp 30 US-Dollar bei WooCommerce stehen 27 € für Shopify Basic bei Jahreszahlung gegenüber. Den Unterschied machen Erweiterungen, Einrichtung und Wartung. Bei viel Umsatz über einen fremden Zahlungsanbieter kommt bei Shopify der Aufschlag dazu, bei WooCommerce nicht. Shopify lässt sich leichter planen, weil der größte Posten ein fester Monatsbetrag ist.
Welches System ist leichter zu bedienen?
Shopify ist leichter zu bedienen, weil Einrichtung, Hosting und Updates beim Anbieter liegen.
WooCommerce
Sie brauchen WordPress-Grundkenntnisse. Vor dem ersten Verkauf installieren Sie WordPress, aktivieren WooCommerce, wählen und konfigurieren ein Theme, richten Zahlungsanbieter ein und legen Versandregeln fest. Wer schon eine WordPress-Seite pflegt, schafft das. Für Einsteiger sind es viele Stellen, an denen etwas hängen bleiben kann.
Shopify
Shopify ist für Händler ohne Technikkenntnisse gebaut. Ein Assistent führt durch die Einrichtung, Seiten stellen Sie im Theme-Editor mit der Maus zusammen. Wie lange es bis zum ersten Verkauf dauert, hängt dann weniger an der Technik als an Produktfotos, Texten und Versandregeln.
Wo haben Sie beim Design mehr Freiheit?
Mehr Freiheit haben Sie bei WooCommerce, weil Sie Theme und Code ganz ändern können. Shopify ist bequemer und setzt bei tiefen Eingriffen Grenzen.
WooCommerce
Auf WordPress-Basis lässt sich jedes Layout bauen, wenn jemand den Code schreibt. Für einen Shop mit eigenem Aufbau, etwa einem Produktkonfigurator oder ungewöhnlichen Kategorieseiten, ist das ein Vorteil.
Shopify
Der Shopify Theme Store führt rund 1.280 Themes, 24 davon kostenlos (Stand September 2026). Kauf-Themes kosten einmalig zwischen 100 und 500 US-Dollar. Farben, Schriften und Abschnitte ändern Sie im Theme-Editor. Für tiefere Eingriffe brauchen Sie Liquid, die Vorlagensprache von Shopify. Für einen Shop mit üblichem Aufbau reicht der Editor.
Wie die Gestaltung unabhängig vom System Vertrauen und Kaufabschluss beeinflusst, zeigt die Seite zum Webdesign für E-Commerce-Marken.
Welches System ist besser für SEO?
WooCommerce gibt Ihnen mehr Kontrolle über Adressen und Auszeichnungen. Shopify bringt die Grundlagen mit, und für die meisten Shops reichen sie.
WooCommerce
Mit Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math bearbeiten Sie Title und Description, strukturierte Daten, die XML-Sitemap und die Adresse jeder Seite. Die Adressstruktur bauen Sie frei, zum Beispiel /kaffee/espresso/ für eine Unterkategorie.
Shopify
Title, Description, Sitemap und Canonical-Tags sind eingebaut. Die Adressen folgen aber einem festen Schema. Produkte liegen immer unter /products/, Kategorien unter /collections/, und ändern können Sie nur den letzten Teil der Adresse. Für weitergehende Einstellungen brauchen Sie oft eine App.
Für einen neuen Shop ist die feste Struktur selten ein Hindernis. Aufwendig wird sie beim Umzug eines gewachsenen Shops, weil dann jede alte Adresse auf die neue umgeleitet werden muss.
Welche Gebühren fallen beim Bezahlen an?
Bei WooCommerce zahlen Sie nur die Gebühren Ihres Zahlungsanbieters. Shopify verlangt zusätzlich 0,2 bis 2 % je Verkauf, wenn Sie statt Shopify Payments einen fremden Anbieter einsetzen.
WooCommerce
Laut Plugin-Verzeichnis lassen sich über 100 Zahlungsanbieter anbinden, darunter Stripe, PayPal und Square. An WooCommerce selbst geht keine Provision. Es gilt allein der Satz Ihres Anbieters.
Shopify
Mit Shopify Payments zahlen Sie keinen Aufschlag, nur die Kartengebühr Ihres Tarifs, im Basic-Tarif 2,1 % + 0,30 € je Online-Zahlung mit Standardkarte. Setzen Sie einen anderen Anbieter ein, kommen 2 % (Basic), 1 % (Grow), 0,6 % (Advanced) oder 0,2 % (Plus) obendrauf.
Daraus ergibt sich, wann ein größerer Tarif sich rechnet. Grow kostet bei monatlicher Zahlweise 828 € im Jahr mehr als Basic und spart einen Prozentpunkt Aufschlag. Ab rund 83.000 € Jahresumsatz über einen fremden Anbieter ist Grow deshalb günstiger. Advanced lohnt sich gegenüber Grow erst ab rund 840.000 €.
Wer ohnehin Shopify Payments nutzen will, merkt vom Aufschlag nichts. Wer an einen bestimmten Anbieter gebunden ist, etwa weil die Buchhaltung darauf eingerichtet ist, sollte ihn vorher ausrechnen.
Wie gut wachsen beide Systeme mit?
Bei Shopify kümmert sich der Anbieter um Server und Lastspitzen, etwa am Black Friday. Bei WooCommerce hängt die Ladezeit bei viel Besuch an Ihrem Hosting-Tarif und an der Pflege.
WooCommerce
Mit einem ausreichend starken Server trägt WooCommerce auch große Sortimente und viel Besuch. Dafür braucht es jemanden, der Hosting, Zwischenspeicher und Datenbank im Blick hat, und regelmäßige WordPress-Wartung. Updates von WordPress, WooCommerce und Plugins spielen Sie selbst ein.
Shopify
Server, Auslieferung und Sicherheitsupdates liegen bei Shopify. Ein Serverumzug, weil der Shop gewachsen ist, fällt weg. Mehr Mitarbeiterkonten gibt es mit jedem höheren Tarif. Mehr als 10 Lagerorte und unbegrenzt viele B2B-Kataloge gibt es laut Preisseite erst bei Plus (Stand 28.09.2026).
Wer ohne eigenes Technikteam wachsen will, hat es mit Shopify leichter. Wer Leistung und Kosten selbst steuern will, hat bei WooCommerce mehr Stellschrauben.
Wie viele Erweiterungen gibt es, und was kosten sie?
Für beide Systeme gibt es Tausende Erweiterungen. Bei WooCommerce zahlen Sie kostenpflichtige Erweiterungen meist jährlich, bei Shopify laufen viele Apps im Monatsabo.
WooCommerce
Erweiterungen aus dem WooCommerce-Marketplace kosten laut WooCommerce 29 bis 299 US-Dollar im Jahr. Das Abo gibt laut WooCommerce Zugang zu Updates und Support für die bezahlte Laufzeit. Wer nicht verlängert, bekommt danach keine Updates mehr, auch keine Sicherheitsupdates. Für fast jede Funktion gibt es etwas, oft in mehreren Varianten. Jedes Plugin ist aber Code, der gepflegt werden muss. Viele Plugins können den Shop langsamer machen und vergrößern die Angriffsfläche.
Shopify
Der Shopify App Store nennt über 16.000 Apps. Viele nützliche Apps kosten ein Monatsabo, und mehrere Abos zusammen können mehr kosten als der Tarif selbst. Prüfen Sie vor dem Start, welche Funktionen Sie über Apps nachrüsten müssen, und rechnen Sie deren Preise ein.
Was bindet Sie nach dem Start an das System?
Bei Shopify bestimmt der Anbieter Preise und technische Fristen. Bei WooCommerce hängen Sie an Ihrem Hoster und an dem, der den Code pflegt.
WooCommerce passt zu Betrieben mit WordPress-Seite und besonderen Anforderungen, Shopify zu Händlern, die ohne Technikaufwand schnell verkaufen wollen.
WooCommerce passt zu
- Unternehmen mit WordPress-Seite, weil Shop und Seite dann in einem System laufen
- Shops mit ungewöhnlichen Abläufen wie Produktkonfiguratoren oder Kundengruppenpreisen, weil Sie den Code frei ändern können
- Shops, deren Adressen frei wählbar bleiben sollen, etwa beim Umzug mit gut gefundenen Kategorieseiten
- Unternehmen, die Bestell- und Kundendaten in der eigenen Datenbank halten wollen
Shopify passt zu
- Einsteigern ohne Technikkenntnisse, weil Einrichtung, Hosting und Updates beim Anbieter liegen
- Shops, die bald online gehen müssen, weil Server und Checkout schon fertig sind
- Marken, die ihre Zeit in Produkte und Werbung stecken wollen statt in Technik
- Betrieben ohne eigenen Techniker, die feste Monatskosten planen wollen
Welches System sollten Sie 2026 wählen?
Wählen Sie Shopify, wenn in Ihrem Betrieb niemand Technik pflegen soll, und WooCommerce, wenn Sie den Shop frei anpassen wollen und jemand die Wartung übernimmt. Den Ausschlag geben Sortiment und die Frage, wer den Shop betreut.
WooCommerce lohnt sich, wenn Sie schon WordPress nutzen, Ihren Shop frei anpassen wollen und Geld für Einrichtung und Pflege einplanen. Sie zahlen mehr am Anfang und keine Umsatzbeteiligung an die Plattform.
Shopify lohnt sich, wenn Sie schnell starten und feste Monatskosten haben wollen. Sie zahlen dauerhaft Abo und Apps und sparen dafür Arbeit an Technik und Wartung.
Exportieren Sie bei beiden Systemen regelmäßig Produkte, Kunden und Bestellungen. Dann scheitert ein späterer Wechsel nicht an den Daten. Wie ein Shopprojekt mit beiden Systemen abläuft, beschreibt die Seite Onlineshop erstellen lassen.