Kurz erklärt
Den Agenturpreis für einen Shop bestimmen Sortiment, Varianten und die Anbindung von Zahlung, Versand und Warenwirtschaft. Einen belastbaren Pauschalpreis gibt es nicht, vergleichbar ist ein Festpreis für einen schriftlich beschriebenen Umfang. Laufend kommen Shopify mit 27 bis 384 € im Monat (je nach Tarif und Zahlweise) oder Hosting für das kostenlose WooCommerce-Plugin hinzu, dazu eine Gebühr je Zahlung, etwa 1,5 % plus 0,25 € bei Stripe (EWR-Standardkarte) oder 2,99 % plus 0,39 € bei PayPal (Stand September 2026).
Ein Onlineshop kostet zweimal. Einmal für die Einrichtung, danach jeden Monat für Plattform, Zahlungen und Pflege. Die laufenden Posten lassen sich genau beziffern, weil Shopify, Stripe und PayPal ihre Preise veröffentlichen. Die Einrichtung hängt dagegen an Ihrem Sortiment.
Wir bauen selbst Shops mit Shopify und WooCommerce. Einen Ab-Preis nennen wir dafür nicht, der Festpreis steht im schriftlichen Angebot. Die Zahlen in diesem Ratgeber stammen deshalb von den Anbietern und aus dem Gesetz.
Was kostet ein Onlineshop 2026?
Laufend kostet ein Shopify-Shop in den Tarifen Basic, Grow und Advanced 27 bis 384 € im Monat, je nach Tarif und Zahlweise. Das WooCommerce-Plugin ist kostenlos, Hosting und Wartung zahlen Sie dort selbst. Dazu geht bei jeder Zahlung ein Prozentsatz plus Festbetrag an den Zahlungsanbieter.
Für die Einrichtung gibt es keinen belastbaren Pauschalbetrag. Dazu gehören Konzept, Design, das Anlegen der Produkte und die Anbindung von Zahlung und Versand. Ein Baukasten-Shop mit wenigen Artikeln, den Sie selbst befüllen, braucht wenig davon. Wer so mit Shopify Basic startet, zahlt bei Jahreszahlung mindestens 324 € Abo im Jahr. Ein Shop mit eigenem Design, vielen Varianten und Anschluss an die Warenwirtschaft kostet ein Vielfaches.
Bei 100 Kartenzahlungen zu je 50 € im Monat gehen 100 € plus Hosting (WooCommerce mit Stripe) bis 171 € (Shopify Basic) an Plattform und Zahlungsanbieter. Wie viel Einrichtung sich lohnt, rechnen Sie gegen die 5.000 € Umsatz, die dem gegenüberstehen.
Was kostet ein Onlineshop bei einer Agentur?
Bei einer Agentur bestimmen vor allem die Varianten und die angebundenen Systeme den Preis. Die reine Zahl der Produkte wiegt weniger, solange die Daten sauber vorliegen.
- Sortiment. Wie viele Produkte und Kategorien angelegt werden, und ob die Daten schon sauber vorliegen oder erst erfasst werden müssen.
- Varianten. Größen, Farben, Ausführungen und die Regeln dahinter, etwa Aufpreise oder Kombinationen, die es nicht gibt. Ein Produktkonfigurator treibt diesen Posten besonders.
- Anbindungen. Zahlung, Versand, Warenwirtschaft, Buchhaltung. Jede Schnittstelle wird eingerichtet und getestet.
Lassen Sie sich die Einrichtung als Festpreis für einen schriftlich beschriebenen Umfang anbieten und die laufenden Kosten getrennt davon. Erst dann lassen sich zwei Angebote vergleichen. Prüfen Sie, ob im Angebot steht:
- die Plattform, also Shopify, WooCommerce oder eine Eigenentwicklung,
- wie viele Produkte und Varianten die Agentur anlegt,
- welche Zahlungsarten, Versanddienste und Systeme sie anbindet,
- bis wann der Shop starten soll,
- die laufenden Kosten für Abo, Hosting, Wartung und Zahlungen, getrennt vom Festpreis beziffert.
Steht nur ein Stundensatz oder eine Spanne im Angebot, wissen Sie vorher nicht, was der Shop am Ende kostet. Unser Festpreis ist ein Endpreis ohne zusätzliche Umsatzsteuer (§ 19 UStG). Plattformgebühren, Hosting und Zahlungsprovisionen beziffern wir vor Projektbeginn getrennt. Wie ein Shop-Projekt mit einer Agentur abläuft und was dazugehört, beschreibt die Seite Onlineshop erstellen lassen.
Welche laufenden Kosten hat ein Onlineshop?
Laufend zahlen Sie für das Plattform-Abo oder das Hosting, für Wartung und für jede Zahlung eine Gebühr an den Zahlungsanbieter. Shopify, Stripe und PayPal nennen ihre Sätze öffentlich, die Tabelle zeigt sie.
- Hosting und Domain. Je nach Lösung und Besucherzahl unterschiedlich. Bei Shopify ist das Hosting im Abo enthalten.
- Plattformgebühr. Bei gehosteten Systemen wie Shopify jeden Monat.
- Wartung und Sicherheit. Updates, Backups und Überwachung. Bei WooCommerce ist das Ihre Aufgabe oder die eines Dienstleisters.
- Transaktionsgebühren. Bei jedem Verkauf, abhängig von Zahlungsart und Anbieter.
- Weiterentwicklung. Neue Produkte, Aktionen und Updates. Fertig ist ein Shop nie, dafür brauchen Sie Zeit oder Budget.
- Marketing. Suchmaschinenoptimierung und Anzeigen sind ein eigener Kostenblock, der mit dem Shop erst anfängt.
Ein Rechenbeispiel mit diesen Listenpreisen, ohne Versand und Marketing. Angenommen sind 100 Bestellungen im Monat zu je 50 €. Zahlen alle Kunden mit einer Standardkarte, kostet Shopify Basic im Monatsabo mit Shopify Payments 36 € Abo und 100 × 1,35 € Gebühren, zusammen 171 €. WooCommerce mit Stripe kostet 100 × 1,00 €, also 100 €, dazu kommen Hosting und Wartung. Zahlen alle per PayPal, fallen für dasselbe Volumen 188,50 € PayPal-Gebühren an. Welche Lösung günstiger ist, hängt deshalb an Ihren Kosten für Hosting und Wartung und daran, wie Ihre Kunden bezahlen.
Passt Shopify, WooCommerce oder eine Eigenentwicklung zu Ihnen?
Shopify passt zu kleinen und mittleren Betrieben, die schnell starten und sich nicht um Server kümmern wollen. WooCommerce passt, wenn Sie schon mit WordPress arbeiten. Eine Eigenentwicklung lohnt sich erst bei sehr großen Sortimenten oder eigenen Schnittstellen zur Warenwirtschaft.
- Shopify. Gehostete Komplettlösung. Server, Sicherheitsupdates und Zahlungsabwicklung liegen beim Anbieter. Dafür zahlen Sie jeden Monat, und wer einen anderen Zahlungsanbieter als Shopify Payments nutzt, zahlt je Bestellung einen Aufschlag. Die Unterschiede im Detail zeigt der Vergleich WooCommerce vs. Shopify.
- WooCommerce. Die Shop-Erweiterung für WordPress. Das Plugin ist Open Source und kostet nichts, Hosting und kostenpflichtige Erweiterungen zahlen Sie selbst. Sie können fast alles anpassen, müssen sich aber auch selbst um Updates und Sicherheit kümmern.
- Eigenentwicklung. Ein Shop, der für Ihr Geschäft programmiert wird, etwa headless mit getrenntem Frontend. Sie ist frei gestaltbar, kostet am Anfang aber am meisten. Sinnvoll, wenn Standardsysteme nicht mehr reichen.
Ein Systemwechsel nach dem Start ist teuer. Produkte, Kundenkonten und Weiterleitungen müssen umziehen, und das kostet Zeit im Tagesgeschäft. Wählen Sie die Plattform deshalb danach, wie groß Ihr Sortiment in zwei bis drei Jahren sein soll, und klären Sie die Frage, bevor Sie Angebote einholen.
Welche Kosten kommen zum Angebotspreis hinzu?
Zum Angebotspreis und zu den laufenden Gebühren aus der Tabelle oben kommen Versand, die Beteiligung an einem dualen System für Ihre Verpackungen, Rechtstexte und die Arbeit an Produktfotos und Texten hinzu.
- Versand. Paketdienst und Versand-Software kosten je nach Volumen extra.
- Verpackungsregister. Wer verpackte Ware an Privatkunden in Deutschland schickt, muss sich vor dem ersten Verkauf im Register LUCID der Zentralen Stelle Verpackungsregister eintragen und sich an einem dualen System beteiligen. Die Registrierung kostet nichts, die Systembeteiligung schon. Geregelt ist das seit dem 12. August 2026 im Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG). Es hat das Verpackungsgesetz abgelöst.
- Rechtstexte. Planen Sie Budget für Erstellung und anwaltliche Prüfung ein. Pflicht sind ein Impressum nach § 5 DDG, eine Datenschutzerklärung nach Art. 13 DSGVO, die Widerrufsbelehrung samt Muster-Widerrufsformular nach Art. 246a § 1 Abs. 2 EGBGB und Gesamtpreise nach § 3 PAngV. Verkaufen Sie an Verbraucher und besteht ein Widerrufsrecht, braucht Ihr Shop seit dem 19. Juni 2026 außerdem eine Widerrufsfunktion nach § 356a BGB. AGB sind freiwillig. Ohne sie gilt für jeden ungeregelten Punkt das Gesetz.
- Produktdaten. Fotos und Beschreibungen für jeden Artikel sind viel Arbeit. Sie entscheiden aber mit, ob gekauft wird.
Rechnen Sie diese Posten und die Zahlungsgebühren in den Verkaufspreis ein. Bei 50 € Warenkorb und PayPal gehen allein rund 1,89 € je Bestellung an den Zahlungsanbieter, bevor Versand und Verpackung bezahlt sind.
Wie lange dauert es, einen Onlineshop zu erstellen?
Bei einem Shop, den eine Agentur baut, rechnen Sie mit drei bis acht Wochen bis zum Start. Mit dieser Spanne planen wir unsere Shop-Projekte, je nach Sortiment.
Ein Shop mit überschaubarem Sortiment liegt eher am unteren Ende. Viele Produkte, eigene Funktionen oder Schnittstellen schieben das Projekt nach oben. Die Zeit verteilt sich auf fünf Schritte.
- Plattform und Umfang festlegen. Hier fällt die Entscheidung zwischen Shopify, WooCommerce und Eigenentwicklung.
- Design und Aufbau. Startseite, Kategorien, Produktseite, Warenkorb.
- Produktdaten einpflegen. Texte, Bilder, Varianten, Preise und die Pflichtangaben je Artikel.
- Zahlung, Versand und Rechtliches. Konten bei den Zahlungsanbietern, Versandregeln, Verpackungsregister, Rechtstexte und Widerrufsfunktion.
- Testbestellungen und Start. Jede Zahlungsart einmal durchspielen, einen Widerruf auch.
Den größten Einfluss auf das Tempo haben Sie selbst. Liegen Produktdaten, Bilder und Texte früh und vollständig vor, geht es deutlich schneller. Fehlende Inhalte bremsen ein Projekt öfter als die Technik.
Wo lohnt sich das Budget am meisten?
Geben Sie das Geld zuerst für gute Produktfotos und Texte aus, dann für Besucher. Sonderfunktionen, die Shopify oder WooCommerce schon mitbringen, müssen Sie nicht neu programmieren lassen.
- Klein starten. Beginnen Sie mit einem klaren Sortiment und erweitern Sie, wenn die ersten Bestellungen kommen.
- Bilder und Texte. Ihr Kunde kann das Produkt nicht anfassen. Foto und Beschreibung ersetzen das, und hier zu sparen kostet Verkäufe.
- Standard nutzen. Was es als bewährte App oder Erweiterung gibt, ist meist günstiger als eine eigene Programmierung.
- Besucher einplanen. Rechnen Sie Budget für Suchmaschinenoptimierung oder Anzeigen ein, schon für die ersten Monate.
Was braucht ein Shop, damit er verkauft?
Ein Shop verkauft eher, wenn er auf dem Smartphone schnell lädt, Produkte klar zeigt, Gesamtpreis und Versandkosten offenlegt und einen kurzen Checkout mit den Zahlarten hat, die Ihre Kunden erwarten.
- Schnelle Ladezeit auf dem Smartphone. Wie viele Ihrer Besucher mobil kommen, zeigt Ihre Statistik, den Stand Ihrer Seite misst der Ladezeit-Check.
- Produktseiten mit guten Bildern, Preis und einer Beschreibung, die die Fragen der Kunden beantwortet.
- Ein kurzer Checkout ohne unnötige Pflichtfelder.
- Die Zahlarten, die Ihre Kunden erwarten, etwa PayPal, Karte und Rechnung oder Lastschrift.
- Echte Bewertungen und Gütesiegel.
- Vollständige Preis- und Versandangaben. Den Gesamtpreis verlangt § 3 PAngV, zusätzliche Fracht-, Liefer- und Versandkosten verlangt Art. 246a § 1 Abs. 1 Nr. 7 EGBGB.
- Eine saubere Struktur aus Kategorien und Produktdaten, die Google lesen kann.
- Anwaltlich geprüfte Pflichttexte, eine funktionierende Widerrufsfunktion und datenschutzkonforme Technik.
Jeder dieser Punkte kann den Anteil der Besucher erhöhen, die kaufen. Für eine Webseite ohne Shop nennt Ihnen der Website-Kosten-Rechner nach vier Fragen die passende Festpreis-Stufe.