Ein Klick auf eine Suchanzeige kostet laut aktuellen US-Vergleichsdaten im Branchenschnitt zwischen gut anderthalb und knapp zehn Dollar. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, wie viele Besucher aus diesen Klicks bei Ihnen anfragen. Einen Pauschalpreis gibt es deshalb nicht, wohl aber eine Rechnung, die Sie selbst aufstellen können.
Wie setzen sich die Kosten von Google Ads zusammen?
Bei Suchanzeigen zahlen Sie pro Klick. Den Preis legt bei jeder einzelnen Suche eine Auktion fest, und über das Tagesbudget begrenzen Sie, wie viel insgesamt ausgegeben wird.
Man spricht vom Cost per Click (CPC). Andere Kampagnentypen rechnen anders ab, dazu weiter unten mehr. Ihr Gebot ist der Höchstbetrag, den Sie für einen Klick zahlen wollen. Laut Google liegen die tatsächlichen Kosten oft darunter. Wie teuer ein Klick am Ende wird, hängt von vier Dingen ab.
- Wettbewerb. Je mehr Anbieter auf ein Keyword bieten, desto höher der Preis.
- Anzeigenqualität. In den Anzeigenrang fließen zum Zeitpunkt der Auktion die erwartete Klickrate, die Anzeigenrelevanz und die Nutzererfahrung mit der Landingpage ein. Das höchste Gebot gewinnt deshalb nicht automatisch. Laut Google können Sie auch gegen höhere Gebote der Konkurrenz mit relevanten Keywords, Anzeigen und Assets eine bessere Position zu einem geringeren Preis erreichen. Der Qualitätsfaktor von 1 bis 10 im Konto ist dagegen nur ein Diagnosewert. In der Auktion selbst wird er nicht berücksichtigt.
- Suchbegriff. Wer „Heizung Notdienst“ eintippt, will jemanden beauftragen. Um solche Suchbegriffe bieten mehr Anbieter als um reine Informationssuchen.
- Kontext der Suche. Google bezieht Zeitpunkt, Standort und Gerät in die Auktion ein. Dieselbe Suche kann deshalb abends am Handy anders kosten als mittags am Rechner.
Ein Monatsbudget gibt es in Google Ads nicht. Sie legen je Kampagne ein durchschnittliches Tagesbudget fest, einen Mindestbetrag nennt Google in seiner Hilfe dazu nicht. Bei den meisten Kampagnen kann Google an einzelnen Tagen bis zum Doppelten ausgeben, stellt im Monat aber höchstens das 30,4-Fache in Rechnung. Bei 10 Euro Tagesbudget sind das maximal 304 Euro.
Was kostet ein Klick? Preise nach Branche
Im Durchschnitt aller Branchen kostete ein Klick auf eine Suchanzeige laut den Benchmarks 2026 von LocaliQ und WordStream 5,42 US-Dollar. Die Branchenmittel reichen von 1,63 Dollar (Kunst und Unterhaltung) bis 9,87 Dollar (Rechtsberatung).
LocaliQ, ein US-Anbieter, hat dafür nach eigener Angabe Tausende Kundenkampagnen in Google Ads und Microsoft Ads ausgewertet. Die Werte sind in US-Dollar angegeben, Markt und Zeitraum nennt die Auswertung nicht genauer. Für Euro-Preise in Stuttgart taugen sie deshalb nicht, wohl aber für das Verhältnis der Branchen zueinander.
Vergleichen Sie beide Spalten. Ein Klick für Immobilien kostet weniger als für eine Kfz-Werkstatt, eine Anfrage aber mehr als das Dreifache. Maßgeblich ist, was Sie eine Anfrage kostet. Ein teurer Klick rechnet sich, wenn viele Besucher anfragen. Ein billiger nicht, wenn keiner anfragt.
Eine Schätzung für Ihre eigenen Suchbegriffe liefert der Keyword-Planer in Google Ads. Er zeigt durchschnittliche Kosten und Gebotsspannen für den oberen Bereich der Suchergebnisse. Zugriff bekommen Sie laut Google erst, wenn im Konto Zahlungsinformationen hinterlegt sind. Ihren tatsächlichen Klickpreis sehen Sie erst in den Berichten der laufenden Kampagne.
Welches Budget ist realistisch?
Für lokale Unternehmen halten wir einige Hundert bis wenige Tausend Euro im Monat für einen realistischen Einstieg. Die genaue Summe ergibt sich aus Ihren Kosten pro Anfrage und daraus, wie viele Anfragen Google für Ihre Gebotsstrategie voraussetzt oder empfiehlt.
Übernehmen wir die Betreuung, empfehlen wir mindestens 1.000 € Werbebudget im Monat. Darunter kostet die Betreuung ab 990 € etwa so viel wie die Klicks selbst oder mehr.
Diese Anforderungen und Empfehlungen nennt Google in seiner Hilfe (Stand September 2026).
Bei 66,69 Dollar je Anfrage, dem Durchschnitt aus der Tabelle oben, kosten die 30 Anfragen für die Auswertung von Ziel-CPA rund 2.000 Dollar im Monat. Für die 15 Conversions bei Ziel-ROAS wären es rund 1.000 Dollar. Liegen Ihre Kosten pro Anfrage niedriger, reicht weniger. Eine Kampagne mit kleinerem Budget läuft trotzdem, etwa mit „Conversions maximieren“. Die Auswertung stützt sich dann nur auf weniger Daten.
Rechnen Sie außerdem vom Kunden her, nicht von der Ausgabe. Nehmen Sie an, ein Klick kostet 3 Euro, jeder zwanzigste Klick wird zur Anfrage und jede dritte Anfrage zum Auftrag. Dann kostet eine Anfrage 60 Euro und ein Kunde 180 Euro. Ob sich das lohnt, entscheidet, was Ihnen ein Auftrag einbringt.
Planen Sie eine Anlaufphase ein. In den ersten Wochen sammelt das Konto Daten, mit denen sich Gebote und Anzeigen verbessern lassen. Wer zu früh stoppt oder ständig alles umstellt, fängt jedes Mal von vorn an.
Mit welchen Gesamtkosten sollten Sie rechnen?
Zum Werbebudget, das an Google geht, kommen die einmalige Einrichtung von Konto, Conversion-Tracking und Einwilligung sowie die laufende Betreuung, wenn Sie diese abgeben. Bei uns liegen die laufenden Kosten damit bei mindestens rund 2.000 € im Monat, nämlich 1.000 € Werbebudget, das wir als Untergrenze empfehlen, und die Betreuung ab 990 €.
Diese Posten übersieht man bei der Planung leicht.
Wer nur das Werbebudget ansetzt, rechnet sich den Kanal schön. Legen Sie Budget, Einrichtung und Betreuung zusammen und teilen Sie die Summe durch die Zahl der gewonnenen Kunden. Erst diese Zahl sagt Ihnen, ob sich Google Ads rechnet.
Welche Kampagnentypen gibt es, und wie rechnen sie ab?
Suchanzeigen rechnen pro Klick ab, YouTube-Anzeigen pro Aufruf oder pro tausend Einblendungen, Displayanzeigen je nach Gebotsstrategie pro Klick oder pro Einblendung. Bei Performance Max verteilt Google das Budget selbst auf die Kanäle.
- Suchanzeigen (Search). Textanzeigen direkt in den Suchergebnissen. Sie erreichen Menschen, die gerade aktiv nach einer Leistung suchen. Abgerechnet wird pro Klick (CPC).
- Displayanzeigen. Banner auf Partnerseiten. Gut, um bekannt zu werden. Wer dort Ihre Anzeige sieht, sucht aber gerade nicht nach Ihnen und ist entsprechend seltener kaufbereit.
- Performance Max. Eine Kampagne, die Google über YouTube, Displaynetzwerk, Suchnetzwerk, Discover, Gmail und Maps ausspielt und auf Ihre Conversion-Ziele hin steuert. Sie bestimmen dabei weniger mit, wo Ihre Anzeige erscheint. Ohne sauberes Conversion-Tracking weiß die Kampagne nicht, worauf sie hinarbeiten soll.
- YouTube-Anzeigen. Videowerbung für Reichweite und Marke. Abgerechnet wird je nach Format und Ziel pro Aufruf (Cost per View, CPV) oder pro tausend Einblendungen (Cost per Mille, CPM).
Für die meisten lokalen Unternehmen halten wir Suchanzeigen für den richtigen Start. Display und YouTube lassen sich später ergänzen, wenn die Suchkampagnen laufen und Sie zusätzlich in Reichweite investieren wollen.
Wann lohnt sich Google Ads?
Google Ads lohnt sich, wenn Menschen aktiv nach Ihrer Leistung suchen und ein gewonnener Auftrag mehr einbringt, als ein Kunde über die Anzeigen kostet.
Das trifft oft auf lokale Dienstleistungen zu, etwa Steuerberater, Zahnarzt oder Kfz-Werkstatt. Und auf dringenden Bedarf wie einen Rohrbruch am Wochenende, bei dem der Suchende sofort jemanden beauftragen will.
Für Handwerksbetriebe liegen die Klicks über dem Schnitt. LocaliQ nennt für Haus und Renovierung 8,33 Dollar je Klick und 90,92 Dollar je Anfrage. Wird jede dritte Anfrage zum Auftrag, kostet ein Kunde rund 270 Dollar. Bei einer Badsanierung geht das auf, bei einem Kleinauftrag nicht.
Schwierig wird es bei Produkten, nach denen kaum jemand sucht, und bei sehr geringen Margen. Dort fressen die Klickkosten den Gewinn. Rechnen Sie vorher mit dem Beispiel aus dem Budget-Abschnitt durch, was ein Kunde höchstens kosten darf.
Was kostet die Betreuung durch eine Agentur?
Agenturen berechnen die Betreuung meist als Prozentsatz vom Werbebudget oder als monatlichen Festpreis. Das Werbebudget zahlen Sie in beiden Fällen zusätzlich an Google.
Zur Betreuung gehören Keyword-Auswahl, Anzeigentexte, Gebotsstrategie, Ausschlüsse und das laufende Nachsteuern. Bei einem Prozentsatz steigt die Gebühr mit dem Budget, bei einem Festpreis nicht. Fragen Sie in jedem Fall nach, ob sich der Preis ändert, wenn Ihr Budget wächst.
Bei uns kostet die Betreuung ab 990 € im Monat, monatlich kündbar, als Endpreis ohne zusätzliche Umsatzsteuer (§ 19 UStG). Welche Leistungen darin stecken, steht auf der Seite zur Google-Ads-Betreuung. Egal, bei wem Sie buchen, Sie sollten jederzeit im Konto sehen können, wohin Ihr Budget fließt.
Wem gehört das Google-Ads-Konto?
Verknüpft eine Agentur Ihr bestehendes Google-Ads-Konto mit ihrem Verwaltungskonto (MCC), bleibt es Ihres. Google schreibt dazu: „Der Inhaber des Kundenkontos ist weiterhin Eigentümer seiner Daten und kann den Zugriff des Inhabers des Verwaltungskontos beenden, indem er die Verknüpfung aufhebt.“ Anders ist es, wenn die Agentur das Konto selbst anlegt: „Wenn ein Kontoverwalter ein Konto erstellt, ist er automatisch Inhaber dieses Kontos.“ Klären Sie deshalb vor dem Start, wer das Konto anlegt und auf wessen Namen es läuft.
So senken Sie Ihre Google-Ads-Kosten
Die Kosten sinken, wenn Sie weniger für unpassende Klicks zahlen und aus mehr Klicks Anfragen werden. An diesen Stellen setzen Sie an.
- Auszuschließende Keywords pflegen. Wer als Sanitärbetrieb für „Sanitär Ausbildung“ bezahlt, verschenkt Geld. Schließen Sie solche Suchanfragen aus.
- Zielseiten verbessern. Eine schnelle, klare Landingpage erhöht Ihre Conversion Rate und senkt so die Kosten pro Anfrage.
- Werbezeiten festlegen. Ein Anruf über die Anzeige kostet so viel wie ein Klick. Schalten Sie Anzeigen mit Telefonnummer nur zu Zeiten, in denen jemand abnimmt.
- Schwache Anzeigentexte austauschen. Google bewertet die einzelnen Titel und Beschreibungen Ihrer Anzeigen. Ersetzen Sie die, die dabei schlecht abschneiden.
- Lokal ausrichten. Ein Betrieb, der im Rems-Murr-Kreis arbeitet, braucht keine Klicks aus Hamburg.
- Anzeigenqualität verbessern. Relevante Anzeigen mit passender Zielseite kosten laut Google in der Regel weniger pro Klick.
Budget kosten außerdem zu breite Keywords, Anzeigen ohne passende Zielseite, fehlendes Conversion-Tracking und Kampagnen, die nach dem Start niemand mehr anfasst. Und der Blick allein auf den Klickpreis statt auf die Kosten pro Kunde.
Erst die Seite, dann das BudgetFührt die Anzeige auf eine Seite, auf der niemand anfragt, bezahlen Sie Klicks ohne Ergebnis. Welche Kanäle kleinen Unternehmen Anfragen bringen, steht im Leitfaden
Online Kunden gewinnen.
Google Ads, SEO oder beides?
Google Ads passt, wenn Sie in den nächsten Wochen Anfragen brauchen. SEO passt, wenn Sie eine Anlaufzeit überbrücken können und nicht für jeden Besucher zahlen wollen. Oft lohnt beides.
Wann Google Ads die bessere Wahl ist
- Sie müssen schnell gefunden werden, etwa bei einer Neueröffnung, einem Saisongeschäft oder einer Veranstaltung.
- Sie wollen testen, ob nach einem neuen Angebot überhaupt gesucht wird und wie viele Klicks daraus zur Anfrage werden.
- Die organischen Plätze für Ihre wichtigsten Suchbegriffe sind stark umkämpft, und Sie brauchen Anfragen, solange Ihre eigenen Seiten dort nicht mithalten.
Wann SEO die bessere Wahl ist
- Sie denken langfristig und wollen Besucher gewinnen, ohne für jeden Klick zu zahlen.
- Sie können eine Anlaufzeit überbrücken, in der die Arbeit noch keine Anfragen bringt. Wie lange sie dauert, kann Ihnen niemand zusagen.
- Nach Ihrer Leistung wird regelmäßig gesucht, nicht nur zu einzelnen Anlässen.
- Sie wollen mit Inhalten zeigen, dass Sie Ihr Fach beherrschen, und Vertrauen aufbauen, bevor jemand anfragt.
Wie Sie beides kombinieren
Ist Conversion-Tracking eingerichtet, zeigt der Suchbegriffsbericht in Google Ads nach einigen Wochen, welche Suchbegriffe bei Ihnen tatsächlich zu Anfragen führen. Für genau diese Begriffe lohnt sich eine eigene Seite. Je mehr Anfragen später über diese Seiten kommen, desto weniger Budget brauchen die Anzeigen.